Zahnbleaching

Der intensive Konsum von z.B. Kaffee und Tee oder auch eine mangelhafte Zahnpflege können dazu führen, dass die eigenen Zähne ihr strahlendes Weiß verlieren und optisch eher als braun wahrgenommen werden, was sich wiederum häufig direkt auf das eigene Selbstwertgefühl auswirken kann. Strahlend weiße Zähne werden häufig als besonders attraktiv wahrgenommen, daher neigen mittlerweile viele Menschen dazu die eigenen Zähne mit Hilfe eines professionellen Zahnbleaching wieder aufhellen zu lassen.

Wenn du mit dem Gedanken spielen solltest deine eigenen Zähne bleachen zu lasen, dann ist es wichtig, dass du dieses Thema so strukturiert wie möglich angehst, denn auch auch beim Zahnbleaching gibt es einiges zu beachten! Aus diesem Grund solltest du dir einen eigenen kleinen Leitfaden erarbeiten an dem du dich vor dem kosmetischen Eingriff orientieren kannst, sodass du dich später nicht nur über strahlend weiße Zähne freuen kannst, sondern vor allem auch über gesunde Zähne.

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Im Folgenden findest du praktische Tipps und Hinweise, worauf du bei einem professionellen Zahnbleaching achten solltest und welche Möglichkeiten du besitzt um deine Zähne zukünftig aufhellen zu lassen.

Zahnbleaching – Die Geschichte der Zahnaufhellung

Gepflegte und weiße Zähne gelten schon seit vielen Jahrhunderten in den verschiedensten Kulturen als Statussymbol und als Zeichen von Gesundheit und Wohlstand, daher gibt es schon seit vielen Jahren Überlegungen, wie man die Zähne aufhellen kann. Gereinigte Zähne und ein strahlend weißes Lächeln zeigten dabei häufig u.a. den Stand an und wurden meist von Vertretern der Oberschicht genutzt um den eigenen Wohlstand zu symbolisieren. Da die Zahnbleaching Methoden in der Vergangenheit äußerst begrenzt waren, gab es verschiedene Überlegungen, wie man die Zähne, die meist nur selten und nicht ausreichend gepflegt wurden, verschönern und aufhellen konnte. Dazu gab es verschiedene Herangehensweisen, die meist auf die gleiche Art und Weise praktiziert wurden wie die heutigen kosmetischen Eingriffe, nur dass die Inhaltsstoffe des Zahnbleaching im Laufe der Zeit verändert bzw. optimiert wurden.

Früher nahm man eine externe Flüssigkeit und versuchte so durch eine chemische Zusammensetzung die Zähne weißer aussehen zu lassen. In der Vergangenheit wurde dazu beispielsweise menschlicher- und tierischer Urin genutzt um die Zähne heller aussehen zu lassen. Auch wurden andere Chemikalien getestet, die sich aufgrund des mangelnden kosmetischen Know-hows teilweise auch negativ auf die Zähne ausgewirkt haben, selbst wenn diese im ersten Moment den gewünschten Effekt erzielen konnten. Heutzutage weiß man wesentlich mehr über chemische Zusammensetzungen und über die Struktur der Zähne, daher halten sich die Nebenwirkungen von Aufhellpräperaten meist in Grenzen, sollten allerdings auch stets Beachtung finden und vor einem Zahnbleaching überdacht werden.

Zahnbleaching – So entstehen Zahnverfärbungen

Wenn farbgebende Stoffe wie beispielsweise Nikotin unterhalb der Zahnoberfläche in den Zahnschmelz und in das Dentin eingelagert werden, dann kommt es häufig zu optisch wahrnehmbaren Verfärbungen. Dadurch, dass diese Stoffe in den Zahn eingelagert werden, können diese nicht, wie z.B. Beläge, die aufgrund von beispielsweise Essen bzw. der Nahrungsaufnahme entstehen, mit einer Zahnbürste oder mit einer Munddusche entfernt werden. Diese Stoffe befinden sich schließlich nicht auf der Oberfläche des Zahnes, sondern im Inneren und können daher nicht von außen gereinigt bzw. entfernt werden. Bevor du also ein professionelles  Zahnbleaching durchführen lässt, solltest du erst einmal einen Zahnarzt aufsuchen und eine professionelle Zahnreinigung in Erwägung ziehen, da so die Zähne vorher intensiv gereinigt werden, das Zahnfleisch beurteilt wird und so die Zahnsubstanzen bei der Zahnaufhellung besser auf die Zähne wirken können. Häufig stellt eine professionelle Zahnreinigung vor einem Zahnbleaching eine Voraussetzung dar, da nur so sichergestellt werden kann, dass die Zähne auch optimal kosmetisch bearbeitet werden können. Zudem kannst du durch einen Besuch bei einem Experten wie beispielsweise einem Zahnarzt sichergehen, dass sich die Nebenwirkungen des Zahnbleaching in Grenzen halten werden bzw. kann dich dieser über eventuelle Risiken und Vorgänge genauer aufklären.

Welche Faktoren und Stoffe können Zahnverfärbungen verursachen?

  • Farbstoffe aus Nahrungsmitteln (z.B. Curry)
  • Nikotin
  • Tee
  • Kaffee
  • Rotwein
  • Säfte
  • Alkoholische Getränke
  • Obst (beispielsweise Kirschen und Blaubeeren)
  • Metallhaltigen Medikament
  • Zahnbefall wie beispielsweise Karies
  • Mangelernährung
  • Alter: Der natürliche Alterungsprozess verringert den Zahnschmelz und legt die “tiefere Schicht” des Zahns frei

Zahnbleaching – Die verschiedenen Methoden

Bevor die verschiedenen Methoden detaillierter erklärt werden, ist es wichtig, dass du die chemischen Prozesse des Zahnbleaching verstehst und nachvollziehen kannst. Meist werden bei der Zahnaufhellung Präparate genutzt, in denen sich Wasserstoffperoxid befindet, welche in den Zahn eindringen und dort sogenannte Sauerstoff-Radikale abspalten. Die Farbstoffe, die sich in den Zähnen ablagern, werden bei diesem Prozess chemisch so verändert, dass sie optisch nicht mehr wahrnehmbar sind. Diese Tatsache ist der eigentliche Sinn des Zahnbleaching, denn bei dem Prozess handelt es sich um die eigentliche “Zahnaufhellung”.

Der abgelagerte Farbstoff, der die Zähne verfärbt, wird chemisch so bearbeitet, dass der Zahn bzw. die Zähne optisch weißer aussehen. Wichtig ist noch zu wissen, dass man beachten sollte, dass der pH-Wert der Aufhellungspräperate möglichst neutral ist, damit es nicht verfrüht zu erneuten Verfärbungen kommen kann. Eine weitere Methode neben der Oxidationsbleiche Methode ist die Methode der Reduktionsbleiche. Hierbei werden Schwefelverbindungen genutzt, die den Zahnverfärbungen den Sauerstoff entziehen. Problematisch ist in diesem Fall, dass der Effekt dieser Methode meist nur von kurzer Dauer ist, denn die behandelten Zahnoberflächen kommen häufig schnell erneut mit Sauerstoff in Kontakt, was erneute Verfärbungen der Zähne begünstigen kann.

Nutzung individueller Zahnschienen oder auch Home Bleaching

Wenn mehrere Zähne eines Zahnbogens aufgehellt werden sollen, dann kann oft eine Zahnschiene für das Zahnbleaching genutzt werden. Hier erstellen Labors, Dentalkosmetiker, oder auch eine Zahnarztpraxis ein Modell der zu behandelnden Zähne. Diese Kunststoffschiene wird später über die Zähne gelegt und überdeckt so den verfärbten Teil der Zähne. Genau wie im oberen Bereich schon beschrieben wird die Schiene mit einem peroxidhaltigen Aufhellungsgel gefüllt, sodass die Zähne chemisch aufgehellt werden. Diese Kunststoffschiene kann nach der Anfertigung oft flexibel getragen werden und wird optisch in der Regel zudem nicht als Schiene wahrgenommen.

Power Bleaching, oder auch In-Office Bleaching

Während die chemische Zusammensetzung beim sogenannten Home Bleaching noch relativ gering war, werden beim Power Bleaching meist stärkere Präparate genutzt. Dieser Vorgang kann auch nicht zu Hause stattfinden, sondern muss von einem Experten wie zum Beispiel einem Zahnarzt oder auch ein Dentalkosmetiker durchgeführt werden. Dieser Zahnbleaching Vorgang wird meist bei einzelnen Zähnen gewählt, da diese Methode in einem sehr kurzen Zeitraum angewendet werden kann. Damit das Zahnfleisch bei diesem Prozess nicht in Mitleidenschaft gezogen wird, wird dieses zuvor speziell abgedeckt, bevor die Zähne anschließend mit Chemie aufgehellt werden. Das Zahnbleaching Mittel wird direkt vom Dentalexperten auf die entsprechenden Zähne aufgetragen und muss anschließend einwirken.

Wenn dieser Vorgang noch weiter intensiviert und beschleunigt werden soll, dann werden oft zusätzlich noch sogenannte Bleaching-Lampen eingesetzt. Eine Intensivierung dieses Vorgang mit Hilfe von speziellen Lampen ist allerdings nur möglich, wenn die Gels durch Licht wie zum Beispiel UV Licht aktiviert werden können. Diese Möglichkeit hängt vom jeweiligen Gel ab und sollte vor dem kosmetischen Eingriff mit dem Dentalexperten besprochen werden. Dieser gesamte Prozess kann im Laufe der Zeit wiederholt werden, sollte das Ergebnis nicht zufriedenstellend gewesen sein.

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Zahnbleaching – Mit diesen Kosten solltest du rechnen

Da das Zahnbleaching als eine Art “Schönheitsoperation“ angesehen werden kann und daher eine Zusatzleistung darstellt, werden i.d.R. die Kosten für eine Zahnaufhellung nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Die Kosten für ein Zahnbleaching durch einen Dentalexperten beginnt in der Regel ab 300 Euro, für einzelne Zähne wirst du voraussichtlich ungefähr zwischen 30-70 Euro pro Zahn zahlen müssen. Da die Anforderungen und die Möglichkeiten natürlich stets individuell sind, ist eine konkrete Nennung der Kosten an dieser Stelle natürlich nicht möglich.

Es gibt allerdings auch wesentlich günstigere Möglichkeiten die eigenen Zähne aufzuhellen (z.B. mit Hilfe von Bleaching Strips), allerdings solltest du dir vorher genau überlegen, wie viel dir die Gesundheit deiner Zähne wert ist. Günstigere Präperate wirken sich häufig aggressiver auf die einzelnen Zähne aus, was dazu führen kann, dass sich der Zahnschmelz verändert und deine Zähne zum Beispiel empfindlicher werden. Aus diesem Grund solltest du zumindest vor der Eigenanwendung einen Dentalexperten wie beispielsweise einen Zahnarzt befragen.

Mögliche Nebenwirkung des Zahnbleaching im Überblick

  • Zahnfleischreizungen
  • Zahnempfindlichkeiten
  • Das Bleichmittel sorgt in den Zähnen für eine Entmineralisierung und so für eine Veränderung des Zahnschmelzes
  • Zahnschmelz verliert an Härte
  • Bei vorherigen Zahnschädigungen wie Karies kann der Zahnnerv geschädigt werden, daher vorher immer eine professionelle Zahnreinigung in Erwägung ziehen

Für konkrete Aussagen bzgl. der möglichen Nebenwirkungen bitte auch in diesem Fall einen professionellen Zahnexperten kontaktieren.

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